Hernienchirurgie
Bauchwand-
und Leistenbrüche![]()
Hernienchirurgie
Leistenbrüche, Schenkelbrüche und Nabelbrüche können sowohl
ambulant (tageschirurgisch) als
stationär (einige Tage in der Klinik) versorgt werden. Für die ambulante Versorgung ist wichtig, dass keine
wesentlichen Begleiterkrankungen vorliegen.
Um das Risiko des Widerauftretens eines Bruches zu
minimieren, werden häufig Kunststoffnetze verwendet. Diese Netze können sowohl
offen (durch Hautschnitt) als auch
minimal invasiv (schlüssellochchirurgisch) eingebracht werden.
Bei jüngeren Patienten – unter 25 Jahre – und bei
Patientinnen in gebärfähigem Alter wird, wenn möglich, auf Kunststoffnetze
verzichtet und körpereigenes Gewebe verwendet; bei Leistenbrüche die so genannte
Shouldice-Technik.
Für die anderen Patienten mit unkomplizierten Leistenbrüchen
eignet sich die Lichtenstein-Technik; offen mit Kunststoffnetz.
Diese Methode ist in allen Narkosearten und auch in
örtlicher Betäubung gut durchführbar, hat keine schweren Komplikationen und
gute Langzeitergebnisse.
Die Schlüssellochchirurgie eignet sich für
wieder aufgetretene Leistenbrüchen und bei beidseitigen Leistenbrüchen.
Nabelbrüche werden bei kleineren Bauchwanddefekten (< 1cm) ohne, bei
größeren Defekten (> 1cm) mit
Kunststoffnetz versorgt.
Narbenbrüche werden meistens offen chirurgisch mit
Kunststoffnetz versorgt und bedürfen fast immer einer stationären Behandlung.
Welche Methode in Frage kommt, sollte nach der körperlichen
Untersuchung unter Berücksichtigung der Risikofaktoren besprochen werden.
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